Whitepaper · SOUVERÄNITÄT & CLOUD · 11 Min. Lesezeit
Souveräne Cloud & Multicloud Data Fabrics: Beseitigung von proprietärem Runtime-Lock-in
Die strategische Zwickmühle technologischer Abhängigkeit
Viele Unternehmen haben Kernsysteme in proprietäre PaaS-Umgebungen verlagert. Diese Auslagerung schafft gravierende strukturelle Risiken:
- Extraterritoriale Zugriffsrechte: Regelungen wie der US CLOUD Act stehen im direkten Widerspruch zu europäischen Datenschutzgesetzen und Vorschriften für kritische Infrastrukturen.
- Versteckte Egress-Kosten: Hyperscaler erheben hohe Gebühren für den Datentransfer zwischen verschiedenen Rechenzentren und Clouds.
- Erzwungene Obsoleszenz: Hersteller stellen Cloud-Dienste oder Schnittstellen ein und zwingen Kunden zu teuren Systemmigrationen.
Die europäische NIS2-Richtlinie und technische Anforderungen
Die NIS2-Richtlinie und DORA nehmen Unternehmensleitungen persönlich in die Pflicht, Cyber-Resilienz und Provider-Konzentration aktiv zu steuern.
Zentrale technische Pflichten umfassen:
- Operative Resilienz: Nachweisbare Fähigkeit, Kernprozesse bei längerem Ausfall des primären Cloud-Anbieters verzögerungsfrei wiederherzustellen.
- Lieferkettentransparenz: Lückenlose Dokumentation aller Subdienstleister und Softwarekomponenten in der Wertschöpfungskette.
- Netztrennung (Air-Gapping): Technische Möglichkeit, Produktionsanlagen in vollständig vom Internet getrennten Umgebungen zu betreiben.
Die souveräne Architektur von KEPLIN
Im Gegensatz zu Plattformen mit strikter Cloud-Bindung wurde KEPLIN nach dem Grundsatz der uneingeschränkten technologischen Souveränität entwickelt:
Die Datenhaltung erfolgt direkt in standardmäßigen relationalen Datenbanken (PostgreSQL, Oracle, SQL Server). Das Unternehmen behält volle Hoheit über Tabellen, Indizes und Backups ohne proprietäre Umwandlungsschichten.
Multicloud Fabric und sichere Synchronisation
Für international agierende Unternehmen unterstützt KEPLIN verteilte Datenmodelle, bei denen sensible Daten im jeweiligen Land verbleiben und konsolidierte Auswertungen über verschlüsselte Kanäle synchronisiert werden.
- Netzausfall-Toleranz: Produktions- und Logistikstandorte arbeiten bei Netzwerkunterbrechungen autonom weiter.
- Kundengesteuerte Verschlüsselung: Schlüssel verbleiben ausschließlich im Sicherheitsbereich des Kunden über lokale HSM-Module.
- Null Vendor-Lock-in: Ein Infrastrukturwechsel erfordert lediglich das Verschieben von Standard-Containern und SQL-Datenbanken innerhalb von Stunden.
Strategische Handlungsempfehlungen
Datensouveränität bedeutet nicht den Verzicht auf moderne Entwicklungsgeschwindigkeit. Durch die Verbindung visueller Zusammensetzbarkeit mit offenen Standards bewahren Unternehmen ihre strategische Handlungsfreiheit.
Die Kosten zur Wahrung der architektonischen Unabhängigkeit heute sind verschwindend gering im Vergleich zum Aufwand, wenn ein geschlossener Anbieter Preise vervielfacht oder Plattformen einstellt.
Möchten Sie diese Architektur in Ihrem Unternehmen validieren?
Das Enterprise Architecture Team von KEPLIN führt technische Evaluierungssitzungen durch, um Ihren Übergang zu unterstützen.
Technisches Gespräch vereinbaren →